Informations-Adipositas
Bis zum Jahr 2003 wurden weltweit gesamt 5 Exabytes an Daten erzeugt. Heute kommen alle 2 Tage neue 5 Exabytes hinzu! Diese gewaltige Menge an Daten erdrückt uns. Ich bemerke an mir selbst die Unfähigkeit Daten zu verarbeiten. Dabei meine ich nicht die Daten auf meiner Harddisk, sondern vielmehr die ständige Versorgung mit neuen Daten durch Unternehmens- und Investmentberichte, News, Twitter, Facebook, Foto Apps und das Web im Allgemeinen.
Wir leiden unter Überinformation.
Analog der bekannten Zivilisationskrankheit Adipositas, die durch Überernährung entsteht, kommt es durch Überinformation nun zu Informations-/Daten Adipositas.
Was tun bei Informationsadipositas?
Die Beantwortung dieser Frage ist ebenso schwierig wie die zur richtigen Diät. Ein Anfang wäre es allerdings die Snacks, wie Twitter, Facebook und Apps, auf das Notwendigste zu reduzieren. Die Beschäftigung mit diesen Diensten einzuschränken auf Zeitfenster analog unserer Hauptmahlzeiten. Die grösste Gefahr besteht nämlich darin sich von Diensten “halten” zu lassen. Facebook tut dies eindeutig mittels Fotos. Überleg mal welche Informationen Dich auf Facebook halten! Userzeit steht im Focus vieler Anwendungen. Fotos sind auch nur Daten. Hübsche, interessante Daten. Ein weiterer Rat um Datenfettleibigkeit zu vermeiden ist Twitter und Facebook auf maximal 3 Besuche täglich (zu je 10-15 Minuten) einzuschränken. Damit wäre immer noch eine gewaltige Zeitspanne von 45 Minuten diesen Diensten gewidmet. So wie bei Fettleibigkeit zu mehr Sport und Bewegung geraten wird möchte ich Dir hier auch noch zu einer altmodischen Alternative raten. Verbringe Zeit mit Deinen Liebsten und in der Natur – ohne iPhone, iPad oder sonstigen Ablenkungen!
Ich habe für mich sogenannte Lesezeiten gefunden um meine digitalen Infos zu verarbeiten. Viele lesenswerte Artikel markiere ich mit Instapaper und lese sie später in meinen “Lesephasen”.
Wie gehst Du mit der Informations-Adipositas um? Kommentare @hanskainz
